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David LaChapelle
2007

DIE STARS VON HOLLYWOOD
WIE DER TOP FOTOGRAF DAVID LACHAPELLE SIE SIEHT
Text von Marianne Höhn

Als Teenager war David LaChapelle von Andy Warhol fasziniert: "Einmal starrte ich in einem Museum stundenlag nur sein Porträt von Marilyn Monroe an.' Heute hängen auch seine Arbeiten in den Galerien der Welt. Die Spezialitäten des Starfotografen sind bombastisch inszenierte, knallbunte Hochglanzfotos, die er am Computer gern verfremdet. Porträts, die vor Erotik strotzen.

"Es gibt nichts Langweiligeres, als ein schönes Mädchen in einem schönen Bikini an einem Strand in einem schönen Licht aufzunehmen", sagt der 33Jährige.

Deshalb ließ er Alicia Silverstone, die College-Göre aus „Clueless", als Leoparden-Weibchen posieren, das einem völlig desinteressierten Leoparden den Hintern hinstreckt. Hart an der Grenze des guten Geschmacks und provozierend - aber an dieses Bild erinnert sich jeder. Genau das will LaChapelle, genau das kommt an. Er wird von Kritikern und Publikum als Trendsetter gefeiert, Werbeagenturen und Magazine reißen sich um ihn. Die meisten Stars machen seine Verrücktheiten mit.

Denn der Meister inszeniert für jeden eine einzigartige Kulisse. Und die Prominenz weiß: Mit einem LaChapelle-Foto erregt sie Aufsehen, es macht sie unsterblich. So posierte die nette Vorzeigeblondine Claudia Schiffer in schwarzen Lackleder-Dessous und Strapsen als Punkerin. Drew Barrymore legte sich barbusig zwischen Grapefruithälften 'Ich liebe Sex und Humor", schwärmt LaChapelle, "und Ich liebe es, beides zu mischen." Jeff Goldblum jedoch fand die Idee nicht lustig, sich als Insekt fotografieren zu lassen.
Shooting-Star Mira Sorvino wollte - obwohl sie seine Arbeiten kannte - sich einfach nur vor die Kamera stellen und schön aussehen. Da er die Fotos einem Magazin versprochen hatte, mußte er Sorvinos Bedingungen akzeptieren. "Ein Alptraum" stöhnte LaChapelle,der sonst sogar hochdotierte Jobs ablehnt, wenn ihm die Auftraggeber keine freie Hand lassen. Und was wäre sein Traum? "Ich würde gern Michael Jackson fotografieren" Der Mythos, den der Sänger um sich aufgebaut hat, fasziniert sogar einen LaChapelle.

Gerade weil Jackson selbst schon eine bombastische lnszenierung ist, würde er den Star in einer banalen Situation zeigen -"ein revolutionäres Foto ware Michael Jackson beim Zähneputzen.'


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